Antikapitalistischer Feminismus

am

Vortrag, Gesprächskreis

Judith Klemenc, Künstlerin, Autorin, Aktivistin … www.judithklemenc.at

Ich lebte letztes Jahr von März bis Juni in Spanien und der erste Eindruck war die Frauendemo am 8. März, an der tausende von Menschen teilnahmen. Mich imponierte die Solidarität unter all den Menschen, unabhängig von Geschlecht, Klasse, Herkunft, Alter, Gesundheit … gemeinsam für eine feministische „Gesellschaft, die frei von sexistischer Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt ist, eine Rebellion und ein Kampf gegen das Bündnis des Patriarchats, des Kapitalismus, der will, dass wir gehorsam, unterwürfig und ruhig sind“ (Organisator_innen der 24-Stunden-Huelga Feminista) einzustehen. Nicht weniger beeindruckend empfand ich die Flashmob-Versammlungen (innerhalb von drei Stunden nach Bekanntgabe über soziale Medien) von Tausenden vor den Justizpalästen Spaniens, nachdem drei Männer wegen sexueller Belästigung und nicht wegen Vergewaltigung (obwohl Videoaufnahmen jene bestätigten) verurteilt wurden, um die Solidarität für die betroffene Frau laut kundzutun.

In Gesprächen mit Feminist_innen wurde deutlich, dass weder zwischen den Geschlechtern, noch der sexuellen Orientierung differenziert wird, sondern dass eine solidarische Haltung aller Menschen nötig ist, um für eine solidarische, antipatriarchale, antikapitalistische Gesellschaft zu kämpfen.

Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser diskutieren in ihrer Publikation „Feminism for the 99 Percent“ zwei Stimmen, die gegensätzliche Wege für die feministische Bewegung repräsentieren: zum einen eine des antikapitalistischen Feminismus, auf Spanien rekurrierend, und zum anderen eine des liberalen Feminismus, die als eine neoliberale und kapitalistische konnotiert werden kann.

Nach meinem Input werden Fragen der Solidarität, des Anti-Kapitalistischen, des Anti-Patriarchalen und des Anti-Neoliberalem im Raum schweben, die wir zwar nicht beantworten können, aber uns damit auseinanderzusetzen.

 

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