affidamento

Video und Gespräch

Judith Klemenc, Künstlerin, Autorin, Aktivistin … www.judithklemenc.at

Es war nun vor einem Jahr, als ich das Projekt affidamento (dt. anvertrauen) für Paliano, ein Artist-in-Residence Programm, einreichte. Ich lehnte den Begriff des affidamento an ein Anders-Werden, um ein (Sich-)Anvertrauen mit einem Prozess des Anders-Werdens zu verknüpfen. Konkret legte ich Paliano als ein Projekt des Anders-Werdens an, in dem Tanja Pidot und ich uns ein Monat lang in einem anderen Land, in einem anderen Haus, in einem anderen Lebens- und Arbeitsumfeld, in einem anderen Beziehungsumfeld, in einer anderen Sprache … als Andere befragen und daraus einen Kurzfilm kreieren würden.

Diesbezüglich griff ich die Theorien der italienischen Philosophinnengruppe DIOTIMA auf, vor allem jene von Adriana Cavarero, um den Aspekt der Freundschaft unter Frauen zu betonen. Laut Adriana Caverero definieren alle modernen Demokratien das Subjekt ausschließlich in generellen Kategorien des Was und sehen dem Subjekt nie ins Gesicht. Es sollte sodann um eine Politik gehen, die eine Sprache des Wer spricht: Wer ist dieser andere und nicht, was ist das andere.

Die Idee war, uns für den Film musisch und bildend auseinandersetzen – Tanja Pidot als Musikerin und ich als bildende Künstlerin. Ein kurzer Film, der sich in und auch zwischen Lautbarem und Sichtbarem entfaltet, um die Frage in Schwebe zu halten: Wer ist diese andere? Und: Wer werde ich?

Nach einem Sehen und Hören des Videos affidamento können wir darin und daraus uns der Frage, die in Schwebe sein würde, anvertrauen.

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